Auf der Seite des Brockhaus Multimedial wird ganz links unten auf eine „Rezension“ hingewiesen:

Das Online-Magazin wissen.de hat den neuen Brockhaus multimedial 2010 genau unter die Lupe genommen. Neben einer Rezension stellt wissen.de auch einige der zahlreichen Features des Brockhaus multimedial 2010 ausführlich vor. Lesen Sie den ganzen Artikel bei wissen.de!

Die „Rezension“ trägt den Titel Absolut empfehlenswert! und ist ein Loblied auf das Produkt. Am Ende des Texts ist dann sogar ein Link angebracht, über den man die Software bestellen kann. Aber warum wundert mich das überhaupt nicht?

Sowohl die Marke Brockhaus als auch das Portal wissen.de gehören zur Firma wissenmedia GmbH (die wiederum zu Bertelsmann gehört). Da werden dann also „Rezensionen“ für Produkte aus dem eigenen Unternehmen geschrieben — wo hier die Objektivität bleibt, kann man sich denken.

Dabei habe ich prinzipiell ja überhaupt nichts gegen Werbung. Aber dann soll man sie auch so nennen. Auf der Seite wissen.de kann man im übrigen auch in zwei Wahrig- bzw. Bertelsmann-Wörterbüchern recherchieren, und dort liest man:

Re|zen|si|on [f. 10] 1 kritische Besprechung; R. eines neu erschienenen Buches, eines Theaterstücks 2 […]

Eben. Eigentlich müssten sie’s ja selbst wissen.