Nach Berichten von hna.de soll in Kassel ein neues Grimm-Museum — oder, neudeutsch, eine „Grimm-Welt“ — entstehen. Es hat den Anschein, dass die Märchen den größten Teil der Fläche einnehmen werden und die Sprachwissenschaft und die Lexikographie nur einen eher kleinen Bereich abbekommen. Das entspricht sicherlich dem Bekanntheitsgrad, den die unterschiedlichen Arbeitsbereiche von Jacob und Wilhelm in der Öffentlichkeit haben, aber ob es ausreichen wird, mich zu einem Besuch in die Stadt zu locken, wenn ich das nächste Mal in Kassel-Wilhelmshöhe auf meinen Anschlusszug warte? Abwarten, es soll sowieso erst 2014 fertig sein. Und immerhin, es teilt sich eventuell die Räume auch noch mit dem Tapetenmuseum, da lohnt sich doch der Besuch gleich doppelt! (!?!?)

Und wer weiß, vielleicht kommt zur Eröffnung auch Udo Lindenberg (mit dem Sonderzug, haha), der hat nämlich heute passenderweise den Jacob-Grimm-Preis für Deutsche Sprache 2010 zugesprochen bekommen. Für seine Texte, die er „teilweise selbst geschrieben hat“. Ob ich darauf nach dem obigen, komplett selbstgeschriebenen Dativpassiv auch noch eine Chance habe?