„Der Nobelpreisträger Günter Grass hat ein neues Buch über die Brüder Grimm geschrieben“, informiert die Abendzeitung (weitere Meldung etwa auch beim Standard). Meines Wissens hat Grass vorher noch kein Buch über die Brüder Grimm geschrieben, also ist das wohl zu lesen als: Günter Grass hat ein neues Buch geschrieben, und darin behandelt er das Leben der beiden Brüder.

Auch wenn man noch nicht so viel über den Inhalt erfährt — besonders gefällt mir doch, dass der Aufhänger der Geschichte in den offiziellen „Produkt-Beschreibungen“ die Wörterbucharbeit ist. Sie dient wohl, wenn ich das richtig interpretiere, als Ausgangspunkt für weitere Handlungsstränge dieser „Liebeserklärung an die deutsche Sprache“. Das Buch werde ich wohl schon allein aus beruflichem Interesse schmökern und danach darüber berichten müssen. Viel Vergleichbares aus der Schublade „Belletristik über Wörterbücher“ gibt es ja nicht, und Simon Winchesters Der Mann, der die Wörter liebte hatte (zumindest in der deutschen Übersetzung) dann doch einige stilistische Schnitzer, die den Lesespaß etwas getrübt haben.

Für rund 30 Euro kann Grass‘ Buch bei den üblichen Verdächtigen schon vorbestellt werden. Oder Sie gehen Anfang September zum Buchhändler um die Ecke und unterstützen damit diese schönen Einrichtungen.