Erinnert sich eigentlich noch jemand an diese Plastiktröten? Sie hatten ihre fünf Minuten Ruhm — und sind inzwischen wieder genauso sang- und klanglos aus der öffentlichen Diskussion verschwunden wie der gesamte afrikanische Kontinent.

Heute leben sie noch einmal kurz auf, weil die Nachrichtenseiten (sogar die deutschen, z.B. welt.de) melden: Die Vuvuzela steht nun im Oxford Dictionary of English. Das hat sie dann doch geschafft, auch wenn einige sie für das „nervigste Musikinstrument der Welt“ (20min.ch) halten, das „den Fußballfans während der WM den letzten Nerv raubte“ (focus.de) und fast vorwurfsvoll melden, dass sie „jetzt noch geadelt“ (welt.de) wird. Tja, ein Wörterbuch ist eben nicht nur ein Ort des Guten, Reinen und Harmonischen.

Ich hatte ja bereits „zeitnah“ untersucht, ob das Wort in deutschen Online-Wörterbüchern zu finden ist — mit wenig begeisterndem Ergebnis (das sich im übrigen bis jetzt nicht geändert hat). Auf oxforddictionaries.com dagegen lässt sich das Wort bereits (oder schon seit Längerem?) finden.

Allerdings wird es dort relativ neutral beschrieben als „a long horn blown by fans at soccer matches in South Africa“, und nicht, wie 20min.ch mit einem Link auf dieselbe Seite meldet, es erzeuge „sehr laute Geräusche, wenn man hineinbläst“.

Ein anderes Word, das man unter oxforddictionaries.com ebenfalls nachschlagen kann, ist übrigens zeitgeist.