Am 3. Januar 1829 wurde Konrad Duden in Lackhausen (heute Stadtteil von Wesel) geboren.

Der Lehrer und Gymnasialdirektor beschäftigte sich theoretisch mit der Orthographie — er vertrat in den orthographischen Diskussionen des ausgehenden 19. Jahrhunderts das phonetische Prinzip — und auch mit der Etymologie des Deutschen. Insbesondere ist er aber als Verfasser des bald nach seinem Namen benannten Orthographischen Wörterbuchs (1. Aufl. 1880), des „Duden“, vermutlich der in Deutschland bekannteste Lexikograph. Noch zu Dudens Lebzeiten erschien die achte Auflage dieses Wörterbuchs. Nach der Teilung Deutschlands wurde es sowohl in der BRD als auch in der DDR weitergeführt und in unterschiedlichen, neubearbeiteten Auflagen veröffentlicht. In der BRD erlangte der „Duden“ quasi-offiziellen Status, da er nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz 1955 für maßgeblich in Zweifelsfällen erklärt wurde. Diesen Status (und damit auch den langjährigen Werbespruch) verlor das Wörterbuch mit der Rechtschreibreform von 1996ff, de facto ist der „Duden“ aber wohl das bekannteste und meistbenutzte (Print-)Nachschlagewerk in Sachen Rechtschreibung geblieben.

Konrad Duden starb am 1. August 1911 im Alter von 82 Jahren. Nach ihm ist der Konrad-Duden-Preis der Stadt Mannheim benannt, der alle zwei Jahre für besondere Verdienste um die Erforschung der deutschen Sprache verliehen wird.