Schon wieder ist ein lexikographischer Geburtstag zu feiern:

Johann Heinrich Zedler, Verleger und Begründer des Grossen vollständigen Universal-Lexicons Aller Wissenschafften und Künste (des „Zedler“, erschienen 1731–1754), wurde am 7. Januar 1706 in Breslau geboren. Die Enzyklopädie mit 64+4 Bänden, „mit Abstand das umfangreichste enzyklopädische Werk, das im Europa des 18. Jahrhunderts hervorgebracht wurde“, ist auch online zugänglich (Zitat von dort).

Für weitere Informationen zu Zedlers Leben und Werk sowie zum Universal-Lexicon im Besonderen verweise ich auf die dort als „exzellent“ bzw. als „lesenswert“ ausgezeichneten Artikel in der Wikipedia bzw. auf den Artikel über Zedler in seinem eigenen Lexicon. Apropos Wikipedia: Der Preis von Wikimedia Deutschland für gute Wikipedia-Artikel, die Zedler-Medaille, ist nach dem heutigen Geburtstagskind benannt.

Zedler starb am 21. März 1751 im Alter von 45 Jahren.

PS: Dass gleich in der ersten Woche des neuen Jahres mit Konrad Duden, Jacob Grimm und eben Zedler drei bedeutende Lexikographen ihren Geburtstag feiern, heißt nicht, dass das jetzt so weitergeht. Ich habe mir aber vorgenommen, im Laufe des Jahres eine Handvoll der insbesondere im deutschen Sprachraum bedeutenden Lexikographen an ihren jeweiligen Geburtstagen kurz vorzustellen — meist mit nur wenigen Worten; diese kleine Reihe soll einfach diejenigen kurz in Erinnerung rufen und uns etwas näher bringen, die hinter den Wörterbüchern stecken. Es sind auch einige Lexikographen aus dem englischen Raum dabei und ein paar aus anderen Ländern — spätestens, wenn es über die Grenzen Europas und Nordamerikas hinausgeht, sind mir aber die namhaften Wörterbücher nicht mehr geläufig, so dass die Angelegenheit wohl leider eine auf diese Grenzen beschränkte bleiben wird.

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