Google ist, das muss man einfach sagen, auch ein wichtiger Faktor für Wörterbuch-, Lexikon- und Enzyklopädiebetreiber im Internet. Entweder man hat ein ganz spezialisiertes Lexikon für eine kleine Zielgruppe, das in dieser Scientific Community jede(r) kennt und als Lesezeichen gespeichert hat, oder man konkurriert mit all den anderen Anbietern um einen großen, allgemeinen Markt. Dann hat man die besten Aussichten, viele Besucher zu erreichen, wenn das eigene Wörterbuch (Lexikon, Enzyklopädie) auf relevante Anfragen hin ganz oben in den Google-Suchergebnissen erscheint.

Wie man das über Metadaten, Textgestaltung, URL-Format usw. erreicht, ist eine kleine Wissenschaft für sich, ich errinnere nur an die Hommingberger Gepardenforelle.

Wie man das nicht erreicht, zeigt gerade die deutsche Wikipedia: Dort fügte ein Plug-in versehentlich die Zeile

<meta name=“robots“ content=“noindex,nofollow“>

auf den Seiten ein (via spiegel.de) — und dieser Code weist Suchmaschinen wie Google an, eine Internetseite nicht in den Suchindex aufzunehmen, folglich wird sie auch nicht als Suchergebnis gezeigt. Daran liegt es, dass bei vielen Suchanfragen (der Spiegel nennt „Günter Netzer“ oder „Angelina Jolie„) derzeit die deutsche Wikipedia nicht mehr, wie das schon fast normal war, ganz oben bei Google erscheint.

Zwar ist Wikipedia so bekannt, dass dort trotzdem noch der eine oder andere Besucher vorbeischauen wird. Aber auch für Wikipedia sind die Google-Ergebnisse eine wichtige Quelle für Benutzer. Die einzige Statistik, die ich habe auftreiben können (auf leuksman.com) (leider schon ein paar Jahre alt), zeigt, dass Besucher der Wikimedia-Wikis damals überwiegend entweder von anderen Wikipedia-Seiten oder eben von Suchmaschinen kamen: Google weit vor Yahoo! und anderen. Das dürfte sich bis heute vermutlich nicht geändert haben. Oder — äh — doch: im Moment vielleicht schon …