Zeiten ändern sich:

Das Nasehorn
[…] Die gewöhnliche Schreibart Nashorn oder Naßhorn ist unrichtig, weil das s gelinde ist, dasselbe aber ohne e euphonicum hart lauten würde. Nasenhorn ließe sich noch eher entschuldigen, da diese Form auch in den [im Wörterverzeichnis; MM] folgenden Zusammensetzungen üblich ist, wenn gleich nur eine einzige Nase verstanden wird. Sie rühret von der Oberdeutschen Abänderung die Nase, der Nasen u. s. f. her.

(Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart, mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der Oberdeutschen. Zweyte vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801.)

Man muss feststellen, dass Adelung sich mit diesem Vorschlag überhaupt nicht durchsetzen konnte (Google Ngram Viewer für Nashorn, Nasehorn, Nasenhorn):

Google-N-Gramme: Nashorn/Nasehorn/Nasenhorn

Google-N-Gramme: Nashorn/Nasehorn/Nasenhorn

Man beachte aber auch, dass, während im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm nur Nashorn als Lemma angesetzt ist, sowohl bei Adelung als auch im DWB nicht etwa das Blasrohr, sondern das Blaserohr verzeichnet ist. Hier waren die Verhältnisse tatsächlich eine Zeitlang unklar — das zeigt sowohl der Beleg im DWB, in dem beide Formen nebeneinander verwendet werden, als auch der Blick in den Ngram Viewer:

Google-N-Gramme: Blaserohr/Blasrohr

Google-N-Gramme: Blaserohr/Blasrohr