Friedrich Kluge wurde am 21. Juni 1856 in Köln geboren. Ab 1874 studierte er Vergleichende Sprachwissenschaften und Klassische und Moderne Philologie in Leipzig, Straßburg und Freiburg i. Br. Er lehrte in Straßburg und als Professor in Jena und Freiburg, aber bereits bevor er ordentlicher Professor wurde, veröffentlichte er 1883 das Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache (1. Aufl.), das auch heute — die 25. Auflage des „Kluge“, bearb. von Elmar Seebold, ist für September 2011 angekündigt — ein Standardwerk für all diejenigen ist, die sich für die Herkunft von Wörtern interessieren. Als „bahnbrechend“ gilt seine Einbeziehung von Standes- und Sondersprachen in dieses Werk.

Neben weiteren sprachwissenschaftlichen Arbeiten plante er auch ein Goethe-Wörterbuch, ein Vergleichendes Wörterbuch der germanischen Sprachen, ein Rotwelsches Wörterbuch sowie ein Wörterbuch der altdeutschen Elemente im Mittellateinischen; diese Wörterbücher konnten aber aufgrund seiner Erblindung, mit der Kluge die letzten zweieinhalb Lebensjahrzehnte leben musste, nicht in die Tat umgesetzt werden. Im Badischen Wörterbuch, das seit 1925 erscheint und noch nicht fertiggestellt ist, wird seine Vorbereitung in den Verfasserangaben gewürdigt und auch am Deutschen Fremdwörterbuch (Schulz/Basler) hatte er Anteil.

Friedrich Kluge starb am 21. Mai 1926 neunundsechzigjährig in Freiburg.

Weitere Literatur und Quellen: