Rangliste der Weihnachtswünsche nach Google-Treffern:

1. Frohe Weihnachten
2. Besinnliche Weihnachten
3. Schöne Weihnachten
4. Schöne Feiertage
5. Fröhliche Weihnachten

Weihnachten Feiertage Festtage
Frohe 6650000 231000 130000
Fröhliche 450000 55500 35900
Gesegnete 152000 339000 109000
Besinnliche 1640000 34600 16000
Schöne 901000 604000 62200

Rangliste der Weihnachtswünsche laut COSMAS-Recherche:

1. Frohe Weihnachten
2. Fröhliche Weihnachten
3. Frohe Festtage
4. Schöne Weihnachten
5. Gesegnete Weihnachten

Weihnachten Feiertage Festtage
Frohe 1204 32 148
Fröhliche 543 6 16
Gesegnete 102 43 41
Besinnliche 67 10 7
Schöne 125 69 51

Ein Blick auf die monatliche Verteilung von Frohe (etc.) Feiertage bzw. Festtage in den COSMAS-Ergebnissen zeigt, dass 83% (bei Feiertage) bzw. 86% (bei Festtage) dieser Wünsche im November, Dezember und Januar abgedruckt wurden. Obwohl man sich ja auch mindestens an Ostern oder Pfingsten so etwas wünschen könnte, sind diese Formulierungen also ziemlich deutlich für Weihnachten reserviert (im Vergleich: 93% aller analogen Wünsche mit Weihnachten wurden zwischen November und Januar abgedruckt). Was auffällt, ist, dass der Anteil der Feiertags-Wünsche in Google größer ist als der Anteil der Festtags-Wünsche, in der COSMAS-Recherche stellt sich die Situation andersherum dar. Hier darf munter spekuliert werden: Ist der Ausdruck Festtag einer gehobenen Sprachebene zuzuordnen und daher im Internet, wo viele einfach so drauflosschreiben, seltener?

Die immer mal wieder (z.B. hier) beobachteten, aus Gründen der Kultur- oder Religionssensibilität umformulierten Wendungen, in denen man das christliche Weihnachtsfest sprachlich umschifft, haben aber offensichtlich trotzdem gegen das Frohe Weihnachten noch wenig ausrichten können (an dieser Stelle muss noch gesagt werden, dass die Zahlen in den obigen Tabellen einfach die unbereinigten Trefferzahlen sind; metasprachliche Verwendungen, Zitate o.Ä. wurden nicht herausgefiltert). Interessant wäre ein Corpus aus weihnachtlichen (oder festtäglichen) Firmen-Mails. Vielleicht gäbe es da deutliche Unterschiede. Unsere Dekanin aber hat uns soeben Frohe Weihnachten gewünscht (in der Betreffzeile) und dann noch ein Frohe Feiertage im Mailtext hinterhergeschoben.

Zugeben muss ich allerdings, dass ich eine Formulierung wie „Ich wünsche Ihnen das, was Ihnen gemäß Ihrer Kultur und Religion gerade passt“ (um die Formulierungen im oben verlinkten Artikel auf die Spitze zu treiben) durchaus zu schätzen wüsste. Und ich wünsche der verehrten Leserschaft dasselbe. Hier geht’s nach den Feiertagen weiter.