Der Anglizismus des Jahres 2011 ist gewählt: Shitstorm hat das Rennen gemacht, vor dem Stresstest (a.k.a. Wort des Jahres) und dem Verb circeln. Bei Platz eins war sich die Jury damit einig mit den Teilnehmern der Publikumswahl, bei der Shitstorm ebenfalls die meisten Stimmen erhielt; Occupy und Cloud folgen mit nur wenigen Stimmen Unterschied auf Platz zwei und drei.

Ich werde jetzt keine langen Ausführungen zum Shitstorm oder den anderen teils mehr, teils weniger erfolgreichen Kandidaten mehr bringen; für den Sieger sei auf die schon oben verlinkte offizielle Mitteilung und den aktuellen Beitrag von Anatol verwiesen; es gab auch eine Pressemeldung, über die — holladiewaldfee — schon u.a. Deutschlandradio Kultur, die FAZ, der Stern, der Focus, der Tagesspiegel, die Welt, die Berliner Morgenpost, die Bild und n-tv auf ihren Internetseiten berichteten.

Was unseres Erachtens für, was auch gegen die einzelnen Kandidaten zum Anglizismus des Jahres 2011 spricht, kann auf den einzelnen Blogs der Juror(inn)en nachgelesen werden, verlinkt sämtlich bei den Wortkandidaten.

Für meinen Teil kann ich sagen, dass die Juryteilnahme auch in diesem Jahr wieder spannend und lehrreich war, angefangen bei den einzelnen Kandidaten, von denen ich einige selbst vorher noch nicht gehört hatte, bis hin zu der Frage, mit welchen Werkzeugen und Methoden man deren Verwendung möglichst gut nachvollziehen kann. Manche Wörter zeigten durchaus Potenzial, waren aber zu eingeschränkt belegt, manche Fragen konnten auch nicht letztgültig geklärt werden — vielleicht zeigt sich in den kommenden Monaten, welche meiner und unserer Vermutungen sich bestätigt und welche auch nicht. Die Beschäftigung mit den Anglizismen ist mit der Verkündung des Wahlergebnisses jedenfalls nicht beendet, vom einen oder anderen Ausdruck wird man sicherlich in Zukunft noch hören.

In diesem Sinne: Ich seh dich später, Alligäter …