Der Dank für dieses Fundstück geht an die Sonntagsbeilage auf Bayern 2, durch die ich auf das Lied „Toback“ von Georg Philipp Telemann aus dem Jahr 1733/34 (Singe-, Spiel- und General-Bass-Übungen, TWV 25:39/40) aufmerksam wurde:

In allen lexicis, in allen wörterbüchern,
iſt doch kein ſchöner wort, als der toback.
diſs wort erquicket mein gemüte,
diſs wort verkürzet mir, durch ſeine lange güte,
ſo manche liebe nacht, wie manchen lieben tag.
Ihr deutſchen herrn grammatici!
ihr zehlet den toback mit rechte
zu den nominibus von männlichem geſchlechte;
denn der toback gehört nicht vor das vieh,
das generis neutrius iſt;
auch vor die weiber nicht,
die in dem foeminino ſtehen;
denn wenn wir auf das genus gehen,
ſo pflegt er, wie man billig ſchlieſſt,
den männern nur allein mit rechte zuzukommen:
iedoch die weiber ausgenommen,
die generis communis ſeyn.

Einen Ausschnitt daraus kann man bei Allmusic hören. Kann das tatsächlich ernst gemeint gewesen sein?

Nachtrag und Ergänzung: Der Text dieses Liedes ist von Daniel Stoppe (1697–1747). Der Text in diesem Post wurde nachträglich weitgehend angepasst an die vom International Music Score Library Project (IMSLP) bereitgestellte Fassung (PDF).