Am 21. November 2012 wird die neue Arbeitsstelle des „Ostfränkischen Wörterbuchs“ in Fürth eingeweiht. Das „Ostfränkische Wörterbuch“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Erlangen-Nürnberg. Es erhebt und dokumentiert den im 20. Jahrhundert geläufigen mundartlichen Wortschatz der fränkischen Bezirke.

Seit 1913 werden Belege für ein „Ostfränkisches Wörterbuch“ gesammelt. Die Erhebungen wurden systematisch von 1927 bis 1941 sowie von 1960 bis 2001 anhand von Fragebögen durchgeführt. An der Sammelarbeit beteiligten sich im Laufe der Zeit mehr als 10.000 Personen. Ab 1963 übernahm die Bayerische Akademie der Wissenschaften das Projekt, das seit 2012 von der Erlanger Professorin für Germanistische Sprachwissenschaft, Mechthild Habermann, geleitet wird. Seitdem besteht auch ein Kooperationsvertrag zwischen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Diese Bündelung der Kräfte ermöglicht zukünftig Synergie-Effekte auf beiden Seiten.

Die mehr als 6 Millionen Dokumente werden derzeit digitalisiert und in einer Datenbank aufbereitet, die im kommenden Jahr online gestellt und damit öffentlich zugänglich gemacht werden soll. In der Datenbank wird sukzessive jedes belegte Wort sowie dessen Verbreitung, Bedeutung, Verwendungsweise und grammatikalische Eigenschaften aufgenommen. Finanziell wird die Digitalisierung von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und den Bezirken Ober- und Mittelfranken unterstützt.

Kontakt: Prof. Mechthild Habermann, Kommission für Mundartforschung
Ostfränkisches Wörterbuch, Dr.-Mack-Straße 81, 90762 Fürth,
Tel. 0911/650786-5089, E-Mail: info@ostfraenkisches-woerterbuch.de

http://www.ostfraenkisches-woerterbuch.de/

[Übernahme aus einer Pressemeldung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bzw. des Departments Germanistik der FAU]