Schlaraffia ist ein Männerbund, gegründet vor über 150 Jahren und noch heute aktiv. Die einzelnen Vereine (oder Städte/Regionen?) heißen Reyche.

Die Mitglieder — die Schlaraffen — führen in ihrer Ritterburg wöchentliche Treffen durch, die Sippungen heißen.

Schlaraffia bietet „Niveauvolle Unterhaltung für Männer mit Witz und Geist“ (schlaraffia-dusseldorpia.de).

Die Schlaraffen grüßen sich untereinander mit Lulu.

„Eine antiquierte Sprache mit eigenen Ausdrücken für alltägliche Dinge (Schlaraffenlatein) gibt den Sippungen ihre eigene, humorvolle Note.“ (schlaraffia-cambodunum.de)

Bei den Schlaraffen heißt das Auto Benzinross, die Schwiegermutter Burgschreck (weitere Beispiele auf Wikipedia).

Bei den Fechsungen im Rahmen der Sippungen werden Lieder gesungen und launige Reden gehalten.

Da reimt man schon mal ganz frisch heraus Engel auf Bengel (siehe das Video auf br.de).

Die Schlaraffen müssen sich über Prüfungen vom Pilger über Knappe und Junker bis zum vollwertigen Ritter bewähren.

Frauen sind bei den Schlaraffen nicht als Mitglieder zugelassen, aber hin und wieder dürfen sie als Burgfrauen an Veranstaltungen teilnehmen.

Die Schlaraffen haben Probleme, Nachwuchs zu finden.

Warum nur.

Quellen:

Also mal wirklich — ich finde ja eine gewisse harmlose Schrulligkeit selbst sehr erstrebenswert, aber so … Da kann ich nicht mithalten. Aber immerhin — die Schlaraffen bieten ein hübsches Beispiel für die Verwendung einer Gruppensprache, die wahrscheinlich nicht vielen Menschen bekannt ist.