In einer Woche, am 15.01., wird das deutsche „Unwort des Jahres“ verkündet werden, aber jenseits dieser Veranstaltung auch noch ein weiteres: das „PETA Unwort des Jahres 2012“ der Tierschutzorganisation PETA. Die Wahl läuft noch und zu ihr stehen heuer:

  • Bio-Eier
  • Jagdethik
  • Humanes Schlachten
  • Stopfleber
  • Tierschutzgesetz
  • Tierschutz-Label

Die PETA-Unwörter der vergangenen Jahre lauteten:

Andere Vorschläge der vergangenen Jahre waren beispielsweise: Meeresfrüchte, Schlachtfest, Versuchskaninchen, Streichelzoo, Zirkustier, verenden, Fischfarm, Lebensstopfzeit, Frostfutter, Bio, Wiesenhof, Fleischgenuss oder Kampfhund.

Wie beim „allgemeinen“ Unwort kann man bei den Kandidaten solche Ausdrücke feststellen, die wohl eher wegen der Ablehnung des Referenzobjekts aufgenommen wurden (und damit eher das „Unding des Jahres“ gewählt würde), und solche, bei denen tatsächlich sprachliche Aspekte wie euphemistischer oder verschleiernder Wortgebrauch festgestellt werden können. Es lohnt sich aber in jedem Fall, sich die Infos zu den Kandidaten mal durchzulesen, bei so manchem Alltagswort hat man die beschönigende Bezeichnung schon so sehr verinnerlicht, dass man darüber gar nicht mehr nachdenkt (man ersetze ruhig „man“ durch „ich“).

PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) ist nach eigenen Angaben die weltweit größte „Tierrechtsorganisation“ und spricht sich etwa für vegane Ernährung, gegen Tierversuche und jegliche Tierquälerei aus. Kritik an der Organisation wird u.a. wegen ihrer als relativierend, bagatellisierend und banalisierend erachteten „Holocaust-Kampagne“ (Slogan „Holocaust auf Ihrem Teller“) und der teilweise als sexistisch erachteten Lieber-nackt-als-Pelz-Kampagne geäußert.

NACHTRAG, 15.01.:

Als PETA-Unwort des Jahres 2012 wurde, mit großem Vorsprung vor den weiteren Plätzen, Humanes Schlachten gewählt.