Durch Zufall bin ich auf eine Artikelserie in der ZEIT aus dem Jahr 1958 gestoßen, Autor ist Rudolf Walter Leonhardt und der Serientitel lautet Wie man in Deutschland Deutsch studiert.

Der Autor, der selbst aus der Literaturwissenschaft kommt, betrachtet dabei besonders diesen Bereich der Germanistik; die Sprachwissenschaft wird im ersten Teil noch am deutlichsten berührt. Trotzdem ist die Serie sicherlich nicht nur für Literaturwissenschaftler\innen und auch nicht nur für Germanist\inn\en (in Lehre und Studium) interessant, denn die Veränderungen, aber insbesondere auch die vielen weiterhin bestehenden Parallelen, die sich im Vergleich dieser 55 Jahre alten Beschreibungen und Kommentare mit der heutigen Situation zeigen, können wahrscheinlich auch in anderen geisteswissenschaftlichen Fächern vorgefunden werden.

Etwas Zeit sollte man für die fünf Texte schon mitbringen. Der Autor schreibt dafür aber so umsichtig, dabei pointiert, teilweise bissig und „gar nicht unflott“, dass die Lektüre wirklich Spaß macht:

Teil 1: Was ist gutes Deutsch?
Teil 2: Wozu studiert man Germanistik?
Teil 3: Der Mut des Lehrers ist zu bewundern
Teil 4: Die Zerstörung des literarischen Lebens
Teil 5: Warum die Germanistik so wichtig ist

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