Im März gab es bis jetzt schon einige interessante Beiträge mit lexikographischem und lexikologischem Bezug im Netz zu finden. Hier eine Auswahl für die Samstagsfrühstückslektüre:

Jorge Cauz, Präsident von Encyclopædia Britannica, wo das gleichnamige Nachschlagewerk vertrieben wird, beschreibt in dem länglichen, aber sehr interessanten Beitrag Encyclopædia Britannica’s President on Killing Off a 244-Year-Old Product auf hbr.org den Weg der Enzyklopädie von der Druckausgabe über die CD-ROM bis zur Internet-Version [Hinweis: Hier ist evtl. eine kostenlose Registrierung nötig. Vor ein paar Tagen hat’s bei mir noch ohne geklappt, jetzt nicht mehr]. Dazu gehört auch ein Interview mit Jorge Cauz vom Februar 2013 [dieses ist frei zugänglich].

Etwas kürzer, für zwischendurch, ist der Post The keenest Wikipedians vom Johnson-Sprachblog auf economist.com. Der Autor betrachtet einzelne Wikipedia-Sprachausgaben rein auf der Grundlage der Anzahl enthaltener Artikel im Vergleich mit der Anzahl der Sprecher\inne\n der jeweiligen Sprachen.

Ebenfalls wieder lang, aber lesenswert ist der Beitrag In the Digital Era, Our Dictionaries Read Us (chronicle.com), in dem einige Lexikograph\inn\en aus dem englischen Sprachraum zu Wort kommen und über die Benutzung von Internet-Wörterbüchern und die Entwicklung der Lexikographie sprechen.

Schließlich der Verweis aufs Sprachlog — sogar zwei Verweise: Anatol Stefanowitsch vermutet zum einen Sprachschmuggler in der Wikipedia und verrät uns auch, warum; und zum anderen erinnert er an Douglas Adams und dessen nicht ganz ernst gemeintes Wörterbuch The Meaning of Liff (dt. Der tiefere Sinn des Labenz). Hier lohnen sich auch die Kommentare.

Und endlich noch ein Hinweis auf eine neue Folge von Sozusagen — diesmal mit Bernhard Setzwein über dessen Abecedarium zu Jean Paul, der zu den vielleicht etwas unbekannteren Worterfindern in der deutschen Sprache gehört: Angsthase, Schmutzfink oder die bis ins Englische weitergewanderten Wörter Doppelgänger und Weltschmerz sind nur vier Ausdrücke, die von dem vor 250 Jahren geborenen Autor stammen.

Schönes Wochenende.