Ich wollte ja schon lange mal einfach auf die Wikipedia-Liste „List of electronic music genres“ hinweisen. Es möge sich jede(r) an den Bezeichnungen erfreuen und sich zu klanglichen Assoziationen hinreißen lassen:

Ambient, Ambient dub, Ambient industrial, Ambient house, Dark ambient, Drone music, Illbient, Isolationism, Breakbeat, Acid breaks, Baltimore Club, Big beat, Broken beat, Nu skool breaks, Florida breaks, Nu-funk, Disco, Cosmic disco, Disco polo, Euro disco, Italo disco, Nu-disco, Space disco, Downtempo, Acid jazz, Chill out, Ethnic electronica, New age music, Nu jazz, Trip hop, Drum and bass, Darkstep, Drill and bass, Drumfunk, Drumstep, Hardstep, Jazzstep, Jump-Up, Liquid funk, Neurofunk, Sambass, Techstep, Dub Fusion Genres, Afro-dub, Dubstep, Brostep, Funkstep, Glitchstep, Post-dubstep, Trap, Wonky, Dubtronica, Electro music, Freestyle music, Electroacoustic music, Acousmatic music, Electroacoustic improvisation, Musique concrète, Electronica, Berlin school, Chillwave, Folktronica, Funktronica, Laptronica, Livetronica, Electronic rock, Alternative dance, Coldwave, Dance-punk, Dark Wave, Electronicore, Ethereal Wave, Indietronica, Krautrock, New rave, Nu-gaze, Space rock, Synthpop, Synthpunk, Hardcore, 4-beat, Breakbeat hardcore, Bouncy techno, Breakcore, Digital hardcore, Darkcore, Freeform Hardcore, Gabber, Happy hardcore, Hardcore breaks, Makina, Rave, Speedcore, Terrorcore, Trancecore, UK Hardcore, Complexcore, Hard Dance, Hard house, Hard NRG, Nu-NRG, Hardstyle, Dubstyle, Jumpstyle, Lento violento, Hi-NRG, Eurodance, Eurobeat, Bubblegum dance/Happy house, Italo dance, House music, Acid house, Balearic beat, Chicago house, Deep house, Detroit house, Disco house, Diva house/Handbag house, Hardbag, Electroclash, Electro house, Complextro, Dutch house, Fidget house, Moombahton, Moombahcore, Euro house, Freestyle house, French house, Funky house, Garage house, Ghetto house, Hip house, Italo house, Kwaito, Latin house, Microhouse/Minimal house, New beat, Progressive house, Tech house, Tribal house, Vocal house, Industrial music, Aggrotech, Cybergrind, Electro-Industrial, Dark electro, Electronic body music, Futurepop, Industrial metal, Industrial rock, Neue Deutsche Härte, Japanoise, Power electronics, Death industrial, Power noise, Witch house/Drag, Intelligent dance music, Glitch, Jungle, Darkcore jungle, Hardcore jungle, Raggacore, Ragga-jungle, Post-disco, Boogie, Dance-pop, Dance-rock, Techno, Acid techno, Detroit techno, Free tekno, Ghettotech, Hardtechno, Minimal techno, Nortec, Rotterdam techno, Schranz, Symphonic techno, Tecno brega, Trance music, Acid trance, Dark trance, Dream trance, Euro trance, Goa trance, Hard trance, Ibiza Trance, Nitzhonot, Psychedelic trance, Dark psytrance, Full on, Progressive psytrance, Psybreaks, Suomisaundi, Progressive trance, Tech trance, Uplifting trance, Vocal trance, UK garage, 2-step garage, Breakstep, Future garage, Grime, Grindie, Speed garage, Bassline/4×4 garage, UK funky, Chiptune / Video game music, Bitpop, Bleep techno, Game Boy music, Nintendocore, Skweee.

Wenn da mal jemand zu Wetten dass käme und wetten würde, vier zufällig ausgewählte Genres (oder auch bloß vier unterschiedliche -cores oder -steps) anhand eines kurzen Musikausschnitts erkennen zu können — ich glaube, dann würde ich mir diese Sendung zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder ansehen. Auch wenn ich keine Ahnung hätte, ob diese Person die Ausschnitte dann tatsächlich richtig zuordnet.

Die häufigsten Erstglieder lauten: Hard, Electro, Dark, Acid und Euro. Die häufigsten Letztglieder/Grundwörter: house, trance, core, music, step, techno, disco, tronica und beat. Dabei ist keines dieser Elemente auf eine bestimmte Kategorie beschränkt, es herrscht also insgesamt große Kombinationsfreude (und man könnte spekulieren, ob die Wortbildungen daher eher kopulativ und weniger determinativ sind). Einige Kombinationen dieser Elemente sind übrigens noch „frei“, darunter so schöne wie Hard disco, Electrotechno oder Eurostep. Für alle, die sich nicht selbst so Namen wie Wonky oder Swkeee ausdenken wollen, gilt also: Wer zuerst kommt, …

Die Liste ist jedoch noch nicht mal komplett. Im Artikel zu Game Boy music findet man beispielsweise das Genre Amigacore, das oben nicht enthalten ist. Dabei ist doch ein Hauptvertreter dieses Genres die australische Band mit dem schönen Namen Nasenbluten.

Ich möchte die sich viel zu selten bietende Gelegenheit nutzen, hier mal Musik unterzubringen, und oute mich als Teilzeit-Bitpop-Fan, zu hören beispielsweise bei Slagsmålsklubben: Kasta Sten.

Bezeichnend für das Selbstverständnis nicht weniger Künstler ist auch die Erklärung der Bezeichnung Intelligent Dance Music im deutschen Artikel: „Der Begriff soll vor allem ein Hinweis darauf sein, dass vom Hörer Intelligenz gefordert wird, womit gemeint ist, dass die Musik nach normalen Popmusik-Maßstäben schwer zugänglich ist.“ Mit anderen Worten: Wenn’s euch nicht gefällt, liegt das nicht an uns, sondern daran, dass ihr zu dumm seid.

Ziemlich off-genre, aber doch sehr sympathisch und sehr Wikipedia-mäßig ist außerdem auch die „List of music styles that incorporate the accordion„. Gut, dass es solche Listen gibt.