Willkommen bei Runde vier des Ortsnamenendungsverteilungsquiz, mit freundlicher Unterstützung von CiNaViz, der interaktiven Karte zur Ortsnamenverteilung.

a) Für den Anfang nur zwei Ortsnamenendungen, die inhaltlich wenig Gemeinsamkeiten aufweisen, dafür aber beide mit h- beginnen und räumlich relativ eindeutig in Nord und Süd getrennt sind. Welche Farbe markiert die Ortsnamen mit folgenden Endungen?

  • -hofen
  • -horst
Ortsnamen auf -hofen, -horst

Ortsnamen auf -hofen und -horst (Karte: CiNaViz)

b) In der zweiten Teilaufgabe geht es um Ortsnamenendungen, die alle (unterschiedliche) landschaftliche Begebenheiten nennen, die auf die Ortsumgebung zutreffen. Welche Farbe markiert die folgenden Endungen?

  • -heid
  • -moor
  • -walde
Ortsnamen auf -heit, -moor, -walde

Ortsnamen auf -heid, -moor, -walde (Karte: CiNaViz)

Auflösung (mit der Maus den folgenden Absatz markieren):

Aufgabe a) -hofen: blau, -horst: rot
Aufgabe b) -heid: grün, -moor: blau, -walde: rot

Weitere Anmerkungen:

Zu Teilaufgabe a) Der Namensbestandteil -horst, zu finden im Norden Deutschlands (im niederdeutschen Sprachraum), verweist (ähnlich wie die Endungen der Teilaufgabe b) auf landschaftliche Begebenheiten, nämlich auf eine Erhebung in der (feuchten) Umgebung (vgl. auch Wikipedia). Die Endung -hofen dagegen, anzutreffen überwiegend im süddeutschen Sprachraum, enthält den Stamm hof, sie verweist nicht auf eine natürliche Gegend, sondern auf einen durch den Menschen von der Umgebung abgegrenzten Wohnraum, eine Wohnstätte, ein Gehöft (zu lesen oft als ‚der Hof des/bei den Höfen des …‘; siehe auch hier Wikipedia und, weil das hier ja eigentlich das Lexikographieblog ist, noch bei swr.de zu Dudenhofen).

Zu Teilaufgabe b) Die Orte auf -moor versammeln sich überwiegend im Nordwesten, wie auch die (Hoch-)Moore in Deutschland (siehe die Karte auf moor-land.de). Aber auch im Süden, in der Gegend um München, gibt es Moore — und so finden sich dort auch (wenige) entsprechende Ortsnamen. Die Ortsnamen auf -heid, die in dieser Form im Westen Deutschlands ihren Schwerpunkt haben, weisen auf eine Heide, also auf weites, sandiges Land hin. Die Namen auf -walde schließlich, in dieser Form überwiegend im (Nord-)Osten zu finden, sind ebenfalls sprechend und verweisen auf eine waldige Gegend. Waldige Gegenden gibt es zwar woanders auch, das hat sich dann aber nicht in dieser Form in den Ortsnamen niedergeschlagen.

Fortsetzung folgt.

Frühere Runden:

Runde 1 (-rade, -rode etc.)
Runde 2 (-stetten, -büttel, -leben, -felde(n))
Runde 3 (-by, -ham u.a.)

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