Seit meinem Beitrag zu Karussell kann ich mir tatsächlich endlich merken, wie dieses Wort geschrieben wird. Ich bin ein Freund der Holzhammerpädagogik: Wenn man ein Wort zigmal schreibt, merkt man sich das. Schaut auf mich, ich bin das beste Beispiel, und mein Altersunterschied zu Grundschulkindern ist auch noch nicht so gewaltig.

Vielleicht schaffe ich das mit dem Merken bald auch mit einem anderen Wort, bei dem ich bis jetzt regelmäßig im Wörterbuch nachschlage: Komillitone. Nein: Kommilitone. Bei diesem Wort, zu dem duden.de zu Recht schreibt: „Dieses Wort oder diese Verbindung ist rechtschreiblich schwierig“, soll mir in Zukunft die Etymologie weiterhelfen. Wenn man weit genug zurück schaut, wird nämlich klar, dass Kommilitone auf denselben Ursprung zurückgeht wie militant und Militär. Und bei Militär habe ich keine Rechtschreibzweifel — der Logik meiner Holzhammerpädagogik zufolge habe ich das also wahrscheinlich schon häufiger geschrieben oder gelesen als Kommilitone.  Mal sehen, ob es einfacher wird, mir die Etymologie (und das zusätzliche m) zu merken als die Schreibung ohne Hintergrundwissen.

Schwarz sehe ich aber immer noch bei Komitee. Das Wort, das wir aus dem Französischen haben, hat nun in grauer Vorzeit mit committere denselben lateinischen Ursprung wie das zu Unrecht so selten gebrauchte Wort kommittieren — und auch das Wort Kommission. Kommission, aber Komitee. Nee, da sehe ich schwarz. Bei Komitee haben die Rechtschreibreformer eindeutig geschlafen.