wörterbuchwatch pons

Ich habe ja schon länger keine Neuigkeiten aus dem Online-Pons mehr berichtet. Dabei ist das vermutlich die einzige Gelegenheit, die Wörter Fruchtbarkeitsritual, Lovemobil, Liebediener, Kurzliegerstation und Kopulativum in einem Absatz zu verwenden, ohne eine grauenhaft kalauernd-herrenwitzige Geschichte zu fabrizieren.

Zu den neuen Wörtern, die ich schon kannte, gehören Honigbrot oder süditalienisch. Zu den neuen Wörtern, die ich gerne gelernt habe, gehören beispielsweise Selbstmördertür oder Slipgebühr. Aber sehen Sie selbst:

Grusel-Clown

Grusel-Clown (CC0)

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… wo barthel den senf holt

Niederländisch lernen ist ganz einfach. Zum Beispiel so:

(NEON – Nederlands Online, Wörterbuch)

Dt. „wissen, wo Barthel den Most holt“

Niederl. „weten waar Abraham de mosterd haalt“

Ergo: dt. „Barthel“ = niederl. „Abraham“
Ergo: dt. „Most“ = niederl. „mosterd“

Nicht.

(War ja klar.)

(Niederl. „mosterd“ = dt. „Senf“)

Aber schon interessante Gemeinsamkeiten, und interessante Unterschiede. Wollte ich nur mal bemerkt haben. Ohne darauf näher eingehen zu können/wollen.

herbert ernst wiegand (1936 – 2018)

Herbert Ernst Wiegand (1936 – 2018)

Adieu, Herr Wiegand.

www.herbert-ernst-wiegand.de

de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Ernst_Wiegand

silvester/sylvester #servicepost

Die Menschheit hat zwar wahrlich wichtigere Probleme, aber wo kämen wir denn hin, wenn wir nicht auch am letzten Tag des Jahres die deutschen Rechtschreibgepflogenheiten in Ehren halten wollten – daher beachte man:

Sylvester (links), Silvester (rechts)

Sylvester (links), Silvester (rechts)

Letztendlich handelt es sich aber tatsächlich „nur“ um eine Rechtschreibgepflogenheit; beide Schreibweisen sind Varianten desselben Namens. Den Papst, auf den auch der Name für den 31.12. zurückgeht, schreibt man in Deutschland traditionell mit i; die Schreibweise Sylvester ist im englischen Sprachraum üblich, aber auch hierzulande anzutreffen (sowohl als Vor- als auch als Nachname).

google-doodle für samuel johnson

Den 308. Geburtstag von Samuel Johnson würdigt Google mit einem Doodle, das allerdings nicht in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen ist:

Weitere Links:

abstand zwischen den duden-auflagen

Mal so. Diagramm-Darstellung des zeitlichen Abstandes zwischen den bislang 27 Auflagen des Rechtschreib-Dudens:

(Klick aufs Bild für Originalgröße)

 

Durchschnittlicher Abstand:

5,3 Jahre

Längster Abstand:

14 Jahre

Kürzester Abstand:

2 Jahre

Häufigster Abstand:

4 und 6 Jahre
(jeweils viermal)

Anmerkungen:

  • Zur zweiten Auflage heißt es bei duden.de: „Bis jetzt hat noch niemand eine zweite Auflage des Dudens gefunden. Man hält es für möglich, dass im Nachhinein ein Nachdruck der ersten Auflage als zweite gezählt wurde.“ Die angegebene Jahreszahl (1882) habe ich dennoch von dort übernommen.
  • Für die Zeit zwischen 1950 und 1990 wurde das Erscheinungsjahr des BRD-Dudens gewählt.

Quelle der Daten: Duden.de: Auflagen des Dudens

wörterbuchwatch pons

Dieser August ist der Wörterbuch-Update-Monat hier im Lexikographieblog. Duden.de haben wir in den vergangenen vier Wochen nun wirklich intensivst behandelt – da kam anscheinend in den letzten Tagen dann auch nichts Neues mehr, aber gut, waren ja auch 1.500+ Wörter in den letzten drei Wochen.

Aber dann gibt es ja auch noch das PONS Online-Wörterbuch „Rechtschreibung und Fremdwörter“, auf das ich ebenfalls ein Auge habe. Während bei duden.de lange Zeit Ruhe war und die Neueinträge dann mehr oder weniger am Stück eingekippt wurden, ändert sich bei PONS im Grunde jede Woche etwas. Hier einmal eine Übersicht über die Neueinträge der letzten ca. drei Monate:

Nicht mehr dabei ist übrigens der Eintrag gefaked bzw. gefaket, auf den ich im Juli noch verwiesen hatte (zum Glück mit Screenshot dokumentiert). Ein Schelm, wer Kausales dabei denkt … ;-)

Pancakes (Quelle: Pexels, Lizenz CC0: gemeinfrei)